AirPrint, ePrint und WLAN - drei flexible Druckmöglichkeiten über das Netzwerk

Über das Netzwerk zu drucken, hat zahlreiche Vorteile: Die Flexibilität der Geräte - wie etwa Computer, Smartphone und Drucker - nimmt zu, außerdem können mehrere Nutzer gleichzeitig auf den Drucker zugreifen. Welche Möglichkeiten moderne Drucker unterstützen und ob diese für Sie geeignet sind, zeigen wir in diesem Ratgeber.

Drucken über das Netzwerkkabel

Die älteste - und mit Abstand komplizierteste Methode - räumen wir gleich am Anfang aus dem Weg: Sie könnten theoretisch einen Drucker direkt per Netzwerkkabel mit einem Computer verbinden und dadurch drucken. Ohne dazwischengeschalteten Router müssen Sie jedoch die Vergabe der IP-Adressen der beiden Geräte selbst in die Hand nehmen, besser ist daher der "Umweg" über einen solchen Router. Dadurch stellen Sie die Kapazitäten des Druckers auch gleich allen anderen Mitgliedern im Netzwerk zur Verfügung. Sehr viel bequemer und moderner sind jedoch die WLAN- und/oder AirPrint- sowie ePrint-Methoden, auf welche wir uns hier konzentrieren werden.

Drucken via AirPrint

Apple macht es seinen Benutzern einfach und hat AirPrint erfunden: Um diese drahtlose Möglichkeit zu nutzen, benötigen Sie einen AirPrint-kompatiblen Drucker sowie einen Mac, ein iPhone oder iPad. Sie müssen nur darauf achten, dass sowohl der Drucker als auch das iOS- bzw. OS X-Gerät im selben Netzwerk angemeldet sind. Ist das der Fall, wird der AirPrint-Drucker automatisch als Drucker vorgeschlagen, sobald Sie etwas drucken möchten. Der Nachteil von AirPrint ist, dass diese Technik nur mit Apple-Geräten genutzt werden kann.

Drucken via ePrint

ePrint funktioniert ausschließlich mit Geräten von HP, dafür ist der gesamte Vorgang jedoch sehr bequem. Sie benötigen nur einen Drucker, der ePrint unterstützt und müssen außerdem das Gerät beim Hersteller registrieren. Der Drucker selbst bekommt daraufhin eine spezielle E-Mail-Adresse zugewiesen. Über diese Adresse können Sie dem Drucker nun E-Mails senden, welche er sofort nach Erhalt automatisch ausdrucken wird.

Dabei kann es sich beispielsweise um reinen Text handeln, Anhänge wie PDF-Dateien werden aber ebenso ausgedruckt. Sie erhalten sogar eine kurze Antwort mit einer Zusammenfassung über Erfolg oder Misserfolg des Druckvorgangs. Ein denkbarer Einsatzzweck wäre beispielsweise das Drucken von Schnappschüssen aus dem Urlaub mit einem Fotodrucker, bevor Sie überhaupt zu Hause angekommen sind. Auch fremde Drucker, deren E-Mail-Adressen Sie kennen, können Sie damit fernsteuern.

ePrint funktioniert mit jedem Betriebssystem, das E-Mails versenden kann - also allen.

Drucken via WLAN

Ganz ohne proprietäre Protokolle wie AirPrint oder ePrint können Sie auch über eine WLAN-Verbindung drucken. Dazu benötigen Sie lediglich einen WLAN-fähigen Drucker. Solange sich dieser im Einflussbereich von einem WLAN-Router befindet, werden Sie in den Einstellungen des Druckers eine Netzwerkverbindung herstellen können. Dazu benötigen Sie allerdings das Kennwort - ganz so, als wenn Sie ein beliebiges anderes Gerät mit dem Router verbinden. Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wird der Drucker im Netzwerk hinzugefügt.

Ab diesem Zeitpunkt haben Sie mit allen Geräten, welche ebenfalls mit dem Netzwerk verbunden sind, Zugriff auf den Drucker. Falls es nicht so einfach funktioniert, installieren Sie die mitgelieferte Druckersoftware auf dem Gerät, von welchem aus Sie auf den Drucker zugreifen möchten. Einschränkungen in der Bedienung müssen Sie gegenüber einem kabelgebundenen Netzwerkdrucker nicht hinnehmen.

Von der Einrichtung über nur ein einfaches Netzwerkkabel können wir aufgrund der komplexen Installation nur abraten. Am bequemsten ist die AirPrint-Lösung, sehr flexibel hingegen fällt ePrint aus - solange Sie einen HP-Drucker nutzen. WLAN ist die Allround-Lösung: Funktioniert immer und ist schnell eingerichtet.

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