Alternative Tintenpatronen: Wie viel taugen sie wirklich?

Hersteller von Druckern wie Epson, Canon, Lexmark oder Brother warnen immer wieder eindringlich vor der Nutzung von Fremdpatronen, im schlimmsten Fall wird sogar vom Erlöschen der Garantieansprüche gesprochen. Dennoch reizt viele Kunden der niedrige Preis der nachgebauten Patronen und entgegen der Warnungen der Hersteller sind die meisten von ihnen zufrieden. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die angeblich zu erwartenden Schäden am Drucker meist ausbleiben - trotz fremder Tintenpatrone.

Patronen mit Druckkopf nachfüllen - einige leere Ersatzpatronen sind notwendig

Die passende Druckerpatrone findet man heute bequem in einem Shop für Druckerzubehör wie prindo.de - einfach Druckermodell eingeben und alle erhältlichen Patronen anzeigen lassen.

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Die Qualität von alternativen Tintenpatronen ist oft vergleichbar mit der Originaltinte des jeweiligen Druckers. Doch sind mahnende Werbeslogans wie "Epson runs best with Epson" tatsächlich nur schlau ausgedachte Tricks, um den Kunden die meist teuren Originalpatronen zu verkaufen? Verschiedene Tests über Jahre hinweg lassen das zumindest vermuten. Allerdings muss man Druckerpatronen generell in zwei Kategorien unterteilen. Solche die einen integrierten Druckkopf besitzen und solche, die dies nicht tun.

Patronen mit Druckkopf können nicht einfach komplett von einem Fremdhersteller gekauft werden. Der Druckkopf selbst unterliegt dem Patent des Originalherstellers und ein Nachbau wäre daher nicht rechtens. Doch auch wenn ein Drucker derartige Patronen besitzt, kann auf günstige Tinte zurückgegriffen werden. Hierzu wird die Tintenpatrone mit Druckkopf nicht ausgetauscht, sondern mit Fremdtinte aufgefüllt.

Problematisch kann es allerdings werden, wenn aufgrund der Alternativtinte der Tintenfüllstand nicht mehr angezeigt wird. Dies ist ein häufiges Problem, welches dazu führt, dass munter weitergedruckt wird, obwohl die entsprechende Patrone längst leer ist.

Überhitzt der Druckkopf deshalb, so kann dieser Schaden glücklicherweise einfach mit einer neuen Patrone - dieses Mal im Original - behoben werden. Generell sollten sowieso mehrere Originalpatronen inklusive Druckkopf vorhanden sein, da diese vor dem Befüllen auch gereinigt werden müssen. Um einen ununterbrochenen Druckzyklus zu gewährleisten, sollte also immer eine neu aufgefüllte Patrone zur Verfügung stehen.

Ob die Tinte leer ist, lässt sich übrigens einfach anhand der Intensität des Ausdrucks feststellen. Verblasst der Ausdruck, ist es Zeit, Tinte nachzufüllen.

Patronen ohne Druckkopf nachfüllen - unkompliziert und günstig

Einen großen Vorteil gegenüber Patronen mit Druckkopf stellen solche ohne eben diesen dar. Hier ist es alternativen Tintenherstellern erlaubt, die Patronen nachzubauen. Das hat den erheblichen Vorteil, dass die Patronen ganz einfach komplett ausgetauscht werden können, das zeitaufwendige Wiederbefüllen entfällt daher.

Doch auch hier kann es wieder vorkommen, dass der Tintenfüllstand gar nicht oder nicht korrekt angezeigt wird. Das Problem bei solchen Druckern ist, dass der Druckkopf fest im Gerät verbaut ist. Das heißt, kommt es zu Schäden am Kopf, so reicht es nicht aus, einfach die Patrone auszutauschen. Eine teure Reparatur ist notwendig und stellt der Hersteller dabei fest, dass diese aufgrund der Nutzung von Fremdtinte nötig wurde, muss er die Reparaturkosten innerhalb der Garantie nicht übernehmen.

Das Risiko derartige Drucker mit Fremdtinte zu versorgen ist zwar größer, dennoch ist aufgrund der Möglichkeit, die Patronen komplett nachzubauen die Ersparnis größer als bei Patronen mit Druckkopf.

Garantie, Druckergebnisse und die Ersparnis in Zahlen

Die Druckergebnisse mit Druckerpatronen mit alternativer Tinte sind durchweg gut und überzeugend. Es kann vorkommen, dass Billigtinte schneller verblasst, es ist aber genauso möglich, dass die Ausdrucke mit Alternativtinte sogar besser sind als jene, für die Originaltinte verwendet wurde. Qualitativ spricht also nicht generell etwas gegen die Verwendung von günstiger Tinte alternativer Hersteller.

Preislich gesehen ist die Alternativtinte sowieso im Vorteil. Bei Patronen mit Druckkopf liegt die Kostenersparnis bei bis zu 70% gegenüber der Originaltinte. Bei Patronen ohne Druckkopf sogar bei bis zu 96%.

Das Damoklesschwert der möglicherweise erlöschenden Garantie, welches über dem Druckerzubehör der alternativen Tintenpatronen schwebt, ist nur teilweise real. Kann der Hersteller Schäden am Druckkopf nachweisen, die auf die verwendete Tinte zurückzuführen sind, so kann er Garantieleistungen verweigern. Streiken aber beispielsweise Software, Papiereinzug oder -ausgabe oder andere Bauteile am Drucker, die nichts mit der Art der Befüllung der Patronen zu tun haben, muss der Hersteller innerhalb der Garantie den Drucker kostenlos reparieren.

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