Duplex-Druck: Wann lohnt sich der beidseitige Druck?

Duplex-Druck - brauchen Sie das? Der beidseitige Druck ist eines der wichtigsten Features moderner Drucker. Wirklich profitieren können Sie davon jedoch nur in den richtigen Umgebungen. Ob Sie zur Zielgruppe für den Duplex-Druck gehören und welche Vor- und Nachteile die manuelle und die automatische Variante haben, klären wir in diesem Ratgeber.

Die Vorteile des Duplex-Drucks

Wir haben die üblichen Pluspunkte für dieses Druckverfahren stichpunktartig notiert, um Ihnen die Übersicht ein wenig zu erleichtern. Diese Aspekte sind nicht nach Wichtigkeit geordnet, sondern spielen allesamt eine zentrale Rolle:

  • Der Duplex-Druck spart Papier. Beim Ausdruck langer Dokumente, welche am Ende ohnehin in einer Mappe landen, können Sie beide Seiten bedrucken und sparen dadurch exakt die Hälfte Ihres Papier-Verbrauchs ein. Bei großen Druckaufträgen kann das eine enorme finanzielle Ersparnis sein.
  • Beim Ausdruck von Newslettern, Broschüren, Flyern und ähnlichen Formaten sind grafische Gestaltungs- und Designelemente auf beiden Seiten exakt an derselben Stelle positioniert. Dadurch erweckt der Ausdruck einen sehr professionellen Look.
  • Drucker mit einer automatischen Duplex-Einheit wenden das Papier selbstständig und bedrucken es dann von der anderen Seite. Dadurch können Sie diese Aufträge komplett automatisiert ablaufen lassen und können in der Zwischenzeit anderen Aufgaben nachgehen. Praktisch alle modernen, für Büros konzipierte Laserdrucker unterstützen dieses Verfahren.

Als Alternative bietet sich der manuelle Duplex-Druck an: In diesem Verfahren wird zuerst jede Oberseite eines Papierstapels bedruckt, anschließend fordert die Software des Druckers von Ihnen, dass Sie den Stapel wenden und wieder in die Papierzufuhr einführen. Das hat den Nachteil, dass Sie den Stapel vielleicht in einem unachtsamen Moment in einer falschen Orientierung einlegen - und natürlich müssen Sie Hand anlegen, wodurch wieder ein wenig Zeit vergeht.

Praktisch! So geht ja alles viel schneller...

Nein, nicht unbedingt! Wenn Sie sich beispielsweise für einen Duplex-Drucker mit Tintenstrahltechnik entscheiden, muss der Drucker nach jeder bedruckten Seite für einen Augenblick warten, bevor der Druck auf der anderen Seite fortgeführt wird. Dies liegt daran, dass die ausgegebene Tinte zuerst trocknen muss, bevor der Druck fortfahren kann. Die Druckgeschwindigkeit sinkt deutlich - wobei dieser Effekt bei Laserdruckern aufgrund des Verzichts auf klassische Tinte weitaus weniger stark ausgeprägt ist. Es handelt sich um einen Mythos, dass Tintenstrahldrucker mit Duplex-Einheit schneller arbeiten, aber bequemer ist der Umgang mit Ihnen natürlich in jedem Fall.

Simultaner Druck in Duplex-Druckern?

Eine Lösung für das Geschwindigkeitsproblem besteht in der Anschaffung eines Druckers, welcher intern mit zwei Druckwerken ausgestattet ist und daher beide Seiten gleichzeitig bedrucken kann. Ein ernsthaftes Problem ist jedoch der Preis, denn diese Drucker sind für größere Unternehmen und den industriellen Papierdruck gedacht und tragen entsprechende Preisschilder. Für kleine Unternehmen und insbesondere den Privateinsatz sind sie auch allein schon aufgrund ihrer Größe nicht geeignet.

Spezialfall: Fotodruck

Beachten Sie, dass ein Duplex-Drucker keinen randlosen Druck ermöglicht. Das mag Sie nicht stören, wenn Sie ohnehin nur Dokumente ausdrucken. Möchten Sie allerdings ein Foto ausdrucken, wird darauf immer ein Rand zu sehen sein - selbst wenn Sie explizit nur den Druck auf einer einzigen Seite anfordern. Diese Geräte eignen sich daher nicht, wenn Sie den Fotodruck zu Ihren häufigen Aufgaben zählen. Ohnehin ist Fotopapier in der Regel nicht präpariert, um beidseitig bedruckt zu werden, da sich die Materialeigenschaften auf den beiden Seiten des Papiers deutlich unterscheiden.

Fazit: Lohnt sich der Duplex-Druck für mich?

Wenn Sie sich in den von uns beschriebenen Anwendungsfällen wiederkennen: ja! Der Komfort bei der Nutzung dieser Geräte übersteigt den Geschwindigkeitsverlust deutlich. Nach Möglichkeit sollten Sie gleich zu einem Laserdrucker greifen, da Sie das Problem der Geschwindigkeit dann weitgehend aushebeln. Ob sich der Einsatz auch in Privatumgebungen eignet, müssen Sie jedoch anhand Ihres Druckvolumens selbst entscheiden.

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