Mobile Drucker für Smartphones: teurer Spaß oder Alternative zum Fotostudio?

Drucker sind praktisch, aber nicht mobil - zumindest die herkömmlichen Modelle. Mobile Drucker, die mit dem Smartphone angesprochen werden können, hingegen sind etwas größer als ein durchschnittliches Handy und zaubern dennoch ansehnliche Resultate auf das (Spezial-)Papier. Was diese Geräte können, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und wie Sie sie am besten einsetzen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Sind mobile Drucker tatsächlich so klein?

Ja! In den populären Modellen wird dann natürlich auf die Bauteile, welche in einem Tintenstrahl- oder Laserdrucker dafür sorgen, dass Tinte oder Toner auf das Papier kommt, verzichtet. Stattdessen arbeiten diese Geräte mit einer Technik, welche den Thermo-Druckern nahekommt: Spezielles Papier ist mit Farbpigmenten durchsetzt, welche auf die Zufuhr von Hitze reagieren. Innerhalb des mobilen Druckers wird also an den notwendigen Stellen das richtige Maß an Hitze zugeführt, um dann beispielsweise ein Farbfoto auszudrucken. Vom Handling her werden Erinnerungen an ältere Polaroid-Kameras wach. Durch diese Technik sind Kartuschen, Farbbänder, Toner oder andere, typische Druckerkomponenten nicht notwendig, wodurch der minimale Platzbedarf ermöglicht wird.

Möglichkeiten und Grenzen der mobilen Drucker

Ideal geeignet sind diese Geräte, welche beispielsweise via Bluetooth vom Smartphone oder Tablet Daten empfangen, für den Fotodruck zwischendurch oder auch den Ausdruck von Postkarten, Flyern, Notizen, Einladungen und ähnlichen Aufträgen. Die Druckqualität fällt angenehm hoch aus (ohne dabei die Sphären hochwertiger Fotodrucker zu erreichen), was man bei Geräten dieser Größe nicht unbedingt erwarten würde. Einige Nachteile dürfen aber nicht verschwiegen werden: Offensichtlich können Sie mit einem Drucker in der Größe einer Hand keine A4- oder gar A3-Papiere drucken. Für den Druck wichtiger Dokumente sind sie daher nicht geeignet. Außerdem steht möglicherweise ein weiterer Stein im Weg: der Preis.

Wie viel kostet ein mobiler Drucker?

Während sich die Anschaffungskosten für diese Drucker nicht übermäßig von "normalen" Geräten unterscheiden, sieht es bei den Folgekosten anders aus: Möchten Sie beispielsweise ein soeben gemachtes Foto gleich ausdrucken, müssen Sie dafür natürlich auf das erwähne Spezialpapier zurückgreifen. Gewöhnliches Papier bleibt einfach weiß, da es keine der geforderten Farbpigmente besitzt. Wenn Sie dasselbe Foto auf dieselbe Fläche unterbringen, liegen Sie mit den Kosten bei einem mobilen Smartphone-Drucker immer deutlich über denjenigen für gewöhnliche Laser- und Tintenstrahldrucker. Unserer Meinung nach eignen sich diese Drucker daher nicht für einen kontinuierlichen Einsatz, wenn Ihnen Ihre finanziellen Mittel lieb sind. Mobile Drucker in dieser Bauart sind eher für den sporadischen, spontanen Einsatz gedacht, wenn der Preis keine große Rolle spielt - denn gerade diese Spontanität wird durch die einfache Bedienung ermöglicht.

Auch für Einsteiger gemacht

Bevor die Fotos vom Smartphone an einen solchen mobilen Drucker gesendet werden, durchlaufen sie auf Wunsch eine kreative Nachbearbeitung: So können Sie die Bilder beispielsweise in sehr einfach zu bedienenden Apps, welche bei den meisten Herstellern zum Lieferumfang gehören, umfärben, in Schwarzweiß erscheinen lassen, unscharf zeichnen oder auch einfache Effekte hinzufügen. Wie es in der Welt der Smartphones üblich ist, fällt die Bedienung sehr simpel aus, weshalb sich diese Geräte auch dann für Sie eignen, wenn Sie von der Fotonachbearbeitung ansonsten - salopp formuliert - keinen Schimmer haben. Tipp: Probieren Sie ein Gerät dieser Art vor dem Kauf einfach aus, denn die einfache Handhabung sollte in jedem Fachgeschäft dafür sorgen, dass man Ihnen einen Probelauf gewährt.

Hand aufs Herz: Lohnt es sich?

Einen guten Drucker dieser Bauart bekommen Sie von Polaroid bereits für etwas mehr als 100 Euro. Wenn Sie ein Freund spontaner Fotos sind und Erinnerungen gerne real, und nicht nur virtuell, festhalten möchten, sollten Sie sich diese Geräte in jedem Fall ansehen. Das notwendige Papier bekommen Sie für etwa 10 Euro, was für 30 Bilder ausreicht - ein teurer, aber unter Umständen sehr lohnenswerter Spaß.

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