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Nadeldrucker - nach wie vor unentbehrlich

Heutzutage steht in fast jedem deutschen Haushalt ein Drucker. Dabei handelt es sich meist um
Geräte, die auf Laser- oder Tintenstrahltechnologie basieren. Im Business- und Industrie-Bereich
sieht das anders aus. Hier kommt nach wie vor der seit Jahrzehnten bewährte Nadeldrucker zum
Einsatz. Da stellt sich die Frage, was ein Gerät mit Nadeldrucktechnologie besser kann als ein
moderner PC-Drucker.

Wie funktioniert ein Nadeldrucker?

Der Nadeldrucker gehört zur Gruppe der sogenannten Impact-Drucker. Das Kernstück des Geräts
bildet ein Druckkopf, der, je nach Modell, mit 7, 8, 9, 12, 18, 24 oder 48 Nadeln bestückt ist.
Wird der Nadeldrucker mittels einer speziellen Computersoftware angesteuert, werden die Nadeln durch
den Druckkopf auf der Papieroberfläche hin und her bewegt. Dabei schlagen die Druckernadeln mit
hoher Kraft durch ein Farbband, durchschlagen das Papier (daher die Bezeichnung Impact- oder
Anschlag-Drucker) und erzeugen so das Druckbild.

Welche Nadeldrucker werden bevorzugt eingesetzt?

Welche Qualität der Ausdruck hat, hängt im Wesentlichen von der Anzahl der Bildpunkte ab, die die
Druckerpins erzeugt haben. Das bedeutet, mit der Anzahl der Druckernadeln steigt auch die
Bildqualität.
Heute werden vor allem Drucker mit Nadeltechnologie verwendet, die über mindestens 9 bis maximal 24
Druckerpins
verfügen.

Was kann ein Nadeldrucker besser als moderne Drucker?

Dokumentenechtheit

Aufgrund der hohen Durchschlagskraft der Nadeldrucker ist es möglich, auch Durchschläge zu
drucken. Laser- und Tintenstrahldrucker hingegen können das nicht, da bei diesen Geräten nur die
Oberschicht des Papiers mit Farbe bedruckt wird. Somit ist der Nadeldrucker zumindest hinsichtlich
der Erstellung von dokumentenechten Schriftstücken wie Rechnungs-und Lieferscheinkopien gegenüber
den modernen Technologien klar im Vorteil.

Verbrauchskosten

Auch bei den Verbrauchskosten weiß der Nadeldrucker zu überzeugen, da nur das verhältnismäßig
günstige Farbband
gelegentlich ausgetauscht werden muss. Die Kosten für Toner und Tintenpatronen
sind da um ein Vielfaches höher.
Trotz der geringen Verbrauchskosten sind die Verkaufszahlen der Nadeldrucker gegenüber den
Laser-und Tintenstrahlgeräten verschwindend gering, was vor allem auf der wesentlich besseren
Bild-und Farbqualität sowie der höheren Druckgeschwindigkeit beruht.

Welche Hersteller bieten Nadeldrucker an?

Drucker mit Nadeltechnik werden auch heute noch von einigen namhaften Unternehmen sowie
Discountern angeboten. Allerdings handelt es sich dabei doch eher um ein Nischenangebot, da das
Hauptgeschäft mehr bei den Tintenstrahl- und
Laserdruckern liegt. Zu den bekanntesten Anbietern von Nadeldruckern gehören:

  • Epson ( u.a. LQ-300+II, LQ-590, LQ-690)
  • OKI ( u.a. Microline 1120 eco, Microline 3390 eco, ML6300FB SC))
  • Lexmark (2590+)
  • Olivetti (u.a. PR2e)
  • Favorit

Zudem gibt es noch Hersteller wie die Firma Kern, die sich auf die Produktion von
Matrix-Nadeldruckern spezialisiert hat, mit denen zum Beispiel Wägewerte auf Normalpapier gedruckt
werden können.
Bei einem Vergleichstest haben der Nadeldrucker OKI ML 6300FB SC, der Nadeldrucker Epson LQ 590
sowie der Lexmark 2590+ die Gesamtnote "sehr gut" erreicht und gehören damit zu den Besten ihrer
Zunft.

Wo werden Nadeldrucker heute eingesetzt?

Auch wenn die Technik der Drucker mit Nadeldrucktechnik im Vergleich zu den modernen Laser-und
Tintenstrahldruckern beziehungsweise einem Multifunktionsdrucker recht antiquiert erscheint, werden
diese Geräte in bestimmten Bereichen nach wie vor bevorzugt eingesetzt. So finden Nadeldrucker
heute noch unter anderem in fast jeder Arztpraxis, in der Industrie und bei der Verwaltung von
Unternehmen Verwendung, denn sie sind zum Beispiel für das Drucken von Rechnungen und
Lieferscheinen optimal geeignet. Zudem ist ein Nadeldrucker extrem robust. Staubige Luft oder
Temperaturschwankungen machen einem Nadeldrucker nichts aus. Daher wird der Drucker auch vorwiegend
auf Baustellen und in Handwerksbetrieben eingesetzt.

Welche Vorteile bietet ein Nadeldrucker?

Nadeldrucker haben Vorteile, an die sowohl Laserdrucker als auch Tintenstrahldrucker bisher noch
nicht herangekommen sind. So sind die Verbrauchskosten eines Druckers mit Nadeltechnik wesentlich
geringer als bei einem herkömmlichen Drucker, der Toner oder Tintenpatronen verwendet. Außerdem
sind Nadeldrucker dokumentenecht und robust. Allerdings können die Leistungen der Drucker mit
Nadeldrucktechnologie in den Punkten Farbwiedergabe und Druckgeschwindigkeit nicht wirklich
überzeugen. Hier erzielen die Drucker mit anderen Drucktechniken bessere Werte. Zudem sind
Nadeldrucker aufgrund ihrer geringen Verkaufszahlen in der Anschaffung recht teuer.
Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung der Vor-und Nachteile eines Nadeldruckers:

Vorteile Nachteile
  • robust
  • dokumentenechter Druck
  • günstige Verbrauchskosten
  • Nutzung von Endlospapier ist möglich
  • hoher Anschaffungspreis
  • mäßige Farbwiedergabe
  • niedrige Druckgeschwindigkeit
  • verhältnismäßig laut

Was ist beim Kauf eines Nadeldrucker zu beachten?

Auf die Anzahl der Nadeln kommt es an

Auch wenn es sich bei einem Nadeldrucker insbesondere für den Privatgebrauch um ein Nischenprodukt
handelt, ist die Auswahl keinesfalls gering und nicht jeder Drucker hält, was der Hersteller
verspricht. Daher sollte beim Kauf eines solchen Druckers auf bestimmte Kriterien unbedingt geachtet
werden. So ist insbesondere die Anzahl der Nadelpins im Druckkopf des Druckers entscheidend für die
Qualität des Druckbildes. Ein Drucker mit 24 Nadeln bietet schon ein recht gutes Druckbild.

Kompatibilität beachten

In der Regel sind Nadeldrucker mit Microsoft-Betriebssystemen wie Windows 7, 8, 9 und 10 kompatibel.
Hingegen ist es wesentlich schwieriger, einen Nadeldrucker an ein Apple-Betriebssystem
anzuschließen. Die besten Chancen bestehen hier bei einem Drucker von Epson wie zum Beispiel dem LQ
300+II.