Neue 3D Drucker - Das leisten die Geräte heute

Die Idee des 3D-Druckers gibt es schon lange. Schon in den 80er Jahren wurden die ersten Experimente mit dem additiven Fertigungsverfahren durch geführt Im Gegensatz zu damals sind die Kosten aber deutlich gesunken, 3D Drucker Geräte für den privaten Gebrauch gibt es schon für einige Hundert Euro zu kaufen. Als Zubehör wird nur ein handelsüblicher Computer benötigt, der in jedem Haushalt Standard ist. Das Interesse an 3D Druckern steigt immer mehr und die Technologie bietet bei gleichzeitig sinkenden Kosten, neue Möglichkeiten.

Funktionsweise eines 3D-Druckers

Um ein Objekt zu drucken, braucht der 3D Drucker, wie auch der herkömmliche Papierdrucker, die Druckinformationen. Bei einem 3D-Druck handelt es sich dabei um eine CAD-Datei, welche alle Daten über das 3D-Modell beinhaltet.

Der 3D Drucker produziert das Objekt in Schichten. Dadurch muss die Datei zu beginn in einzelne zwei-dimensionale, horizontale Schichten beziehungsweise in Layer geschnitten werden. Das erfolgt im "Slicing" Prozess. Das Dateiformat ist in der Regel STL oder AMF. Wird die Datei zum Beispiel mittels USB- oder -Anschluss an den Drucker gesendet, kann der Druck starten.

Preiswerter 3D-Druck für zu Hause

Der Da Vinci 1.0. von XYZprinting ist der zur Zeit beliebteste Drucker für den Heimgebrauch. Neben dem günstigen Preis kann der 3D Drucker überzeugt das Gerät auch in Bezug auf die Druckmöglichkeiten. Mit diesem Drucker lassen sich Objekte bis zu einer sensationellen Größe von 20 x 20 x 20 Zentimetern ausdrucken.

Ebenfalls sehr preiswert und recht beliebt, ist der PP3DP Up! Mini Drucker, welcher allerdings bei der Größe an gedruckten Gegenständen nicht mithalten kann. Eine maximale Seitenlänge des Drucks mit zwölf Zentimetern ist deutlich geringer als beim Da Vinci1.0. Trotzdem lassen sich beide 3D-Drucker im privaten Gebrauch zu Hause ohne Schwierigkeiten einsetzen und sind mit einem Preis um die 600 Euro durchaus erschwinglich. Wer sein kreatives Potenzial ausleben möchte, kann diese Investition tätigen Sicher ist, dass die Verkaufspreise in den kommenden Jahren wohl noch deutlich zurück gehen werden.

Was lässt sich alles mit einem 3D Drucker ausdrucken?

Bei den 3D Druckern gilt, dass das eingesetzte Material aus Acrylnitril Butadien-Styrol-Copolymerisat, kurz ABS, besteht und dieses wird erhitzt und mittels einer Düse aufgetragen. Wer wissen möchte wie dieses Material ist und welche Eigenschaften es hat, der braucht vermutlich im eigenen Haushalt nicht lange zu suchen, denn die bekannten LEGO-Steine sind ebenfalls aus ABS gefertigt. Somit ist die Frage, was man alles mit einem 3D Drucker ausdrucken kann, rasch zu beantworten, nämlich alles, was mit dem Material ABS genügend stabil ist und die druckfähigen Maße nicht übersteigt.

Die Einschränkungen der Druckmöglichkeiten sind sehr gering. Durch das Auftragen können mit dem 3D Drucker zum Beispiel Kunststoffbälle ohne Naht hergestellt werden. Dies ist mit keinem anderen Fertigungsverfahren möglich. Ist die Hülle für das Smartphone abhanden gekommen oder kaputt gegangen? Dies ist kein Problem, denn der 3D-Drucker, fertig.sofern ausreichend Geduld vorhanden ist, eine neue Hülle aus ABS an.

Viele 3D Drucker Geräte brauchen locker zwei bis drei Stunden Zeit, um ein Objekt in der maximal zulässigen Größe zu drucken. Dies wird sich auch nicht ändern, solange kein Einsatz neuartiger Fertigungsmaterialien geplant ist. Das zur Zeit verwendete ABS Material braucht nach jeder Schicht eine kurze Pause zum Erkalten.

Häuser aus dem Drucker - Die Zukunft?

In Zukunft werden die Einsatzmöglichkeiten des 3D Druckers dennoch weitaus größer werden. Der Nutzer des Gerätes könnte gleichzeitig zum Produzent werden. Der 3D Drucker bietet eindeutige Vorteile, besonders dann, wenn es um ein Teil geht, welches dringend benötigt wird und dessen Massenproduktion nicht lohnenswert erscheint.

Heutzutage sind die ersten 3D-Drucker in der Lage, unterschiedliche Materialien in nur einem einzigen Druckvorgang zu kombinieren. Die Geräte könnten in Zukunft sich selbst zu replizieren. Gegenstände, die für den 3D-Drucker zu groß sind, könnten modular gefertigt werden. Die Teile werden dann zusammen gesetzt. Ganze Fertighäuser wurden erfolgreich per 3D-Druck produziert. Klassische Fertigungstechniken könnten in absehbarer Zeit wirklich möglich sein. Ebenfalls der Print von Organen ist eine Zukunftsvision.

Wo werden 3D Drucker genutzt?

  • Bei Modellen und Bauteilen und in Zukunft bei ganzen Gebäudeteilen im Bauwesen
  • Bauteile für den Fahrzeug- und Maschinenbau
  • Modelle und Designobjekte in Kunst, Mode und Architektur
  • Produktion von Schmuck
  • Lehrmaterial in Schulen und Universitäten
  • Luft- und Raumfahrtindustrie Bauteile
  • Formwerkzeugbau und Gießformen
  • Schuhindustrie
  • Implantate und Prothesen in der Medizin- und Zahntechnik
  • Bastler und Modellbau
  • Experimentell mit Lebensmitteln

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